Naja so richtig kann ich es ja selber noch nicht fassen. Im Rahmen meiner Vorbereitung auf den anstehenden Halbmarathon in Duisburg am 30. Mai, habe ich die Einladung zum 7. Jüchtlauf von Daniel Kasimirowicz, einem Bekannten gerne entgegen genommen. Obwohl ich in den letzten zwei Wochen kaum zum Training gekommen bin, dafür aber die Bayrische Küche in München geniessen konnte, fühlte ich mich recht gut. Mein Bruder Andreas der nun auch seit geraumer Zeit auf Laufschuhen unterwegs ist, hatte sich auch zum ersten Mal zu einem Wettkampf angemeldet. Die äusseren Bedingung waren perfekt, die Temperaturen so um die 18 – 20 Grad und ein Mix aus Sonne und Wolken.
Unter den etwa knapp 400 Startern war auch einiges an Polit-Prominenz aus Düsseldorf vertreten. Der wohl bekannste von Ihnen war unser ehemaliger Superminister Wolfgang Clement (den ich locker abgezogen habe;-))
Nun ja, mein Ziel bei diesem 10 KM Lauf war erstens eine Standort-Bestimmung, naja und wenn alles top läuft eine Verbesserung meiner persönlichen Bestzeit von 52:46 min die ich beim dritten Lauf der Nike Winterlaufserie im März aufgestellt habe. Als der Startschuss gefallen war, ging es eigentlich los wie immer -> zu schnell. Am Anfang riesen Gedränge, ein Läufer versperrte sogar mit dem einem Kinderwagen den er vor sich herschob die Strecke. Da sich alles knubbelte war überholen zu Beginn nicht nur schwierig sondern auch gefährlich. Bei einem Überholvorgang den ich etwas ab vom Feldweg unternommen habe, bin ich umgeknickt und hatte gedacht, jetzt ist es vorbei – war es aber nicht. Bänder und Knöchel singalisierten keine Probleme – Schwein gehabt.
KM1 4:52 – naja eigentlich zu schnell aber ganz okay. Um meine Zeit aus der Winterlaufserie zu verbessern, hatte ich einen 5:10er Schnitt eingeplant. Obwohl ich mich einen Tick zu schnell fühlte ging es aber ungebremst weiter. KM 3 14:20, jetzt wurde ich ein bisschen nervös – geht mir gleich die Puste aus oder was ist los. KM 5 genau 24:00 Minuten, so schnell war ich noch nie gelaufen (selbst bei den 5 Km Läufen der Winterlaufserie nicht). Okay von nun an hatte ich nur noch mein “Jahresendziel” vor Augen. Sollte es mir jetzt schon möglich sein die 50 Minuten Marke zu knacken?
Auf Kilometer sechs dann, das Unvermeitlich – Seitenstechen – also einen Gang raus nehmen, flach atmen, hoffen das es besser wird. Ich werde deutlich langsamer. Am Versorgungsstand versuche ich einen Becher Wasser zu trinken. Den ersten Teil schütte ich mir ungeschickt mitten ins Gesicht, an der kleinen Pfütze im Mund verschlucke ich mich, den Rest über den Kopf zur Abkühlung. Okay ich gebe die 50 Minuten nicht auf wenn ich es schaffe den Kilometer 9 mit 45:00 Minuten zu erreichen bin ich wieder im Rennen. KM 9 45:07 – also von so sieben Sekunden lass ich mich nicht fertig machen, ich gebe noch einmal alles, das Publikum im Zielbereit unterstützt durch Anfeuerung. Die Beine brennen und mein Puls rast (Höchstpuls 193) – jetzt sind es nur noch ein paar Meter – durchhalten und nicht langsamer werden. Einlauf ins Ziel, klick auf die Pulsuhr – 9 Minuten und 56 Sekunden.
Ich bin fertig und überwältigt tatsächlich die 50 Minutenmarke geknackt zu haben.
Na dann gehen wir jetzt mal die 40 Minuten an, nein nur Spass. Mein nächstes Ziel ist der Halbmarathon in Duisburg, bei dem ich als erstes ankommen möchte und zweitens bei optimalen Bedingungen unter zwei Stunden beenden möchte, also Daumen drücken.
c u Frank
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